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2. Februar 2012

WIE ICH HEIMLICH WERBUNG AUF SPIEGEL ONLINE GESCHMUGGELT HABE.

Als erstes muss ich mal sagen: Liebe Spiegel Redaktion, es tut mir leid. Es war wirklich nicht böse gemeint. Außerdem bin ich bekennder Spiegel Online Fan. Ich lese eure Artikel immer und überall. In der Bahn, im Büro, zuhause. Aber trotzdem konnte ich nicht widerstehen: Ich habe euch in einem Artikel Werbung untergejubelt. Und das kam so…

Seit eineinhalb Jahren versuche ich die Welt ein bisschen besser zu bloggen. Ich will für die Kinderschutzstiftung Hänsel + Gretel eine Million Euro ertauschen. Wie bei Hans im Glück, nur rückwärts. Angefangen habe ich mit zwei Kieselsteinen. Über die Vor und Rückschläge meiner Tauscherei berichte auf meinem Blog www.millionentausch.de und bei Facebook, Google+, Twitter und Youtube. Das ganze mache ich natürlich ehrenamtlich.

Aber die Sache hat einen Haken: 1.000.000 Euro zu ertauschen ist noch viel, viel schwieriger als man denkt. Auch wenn es für einen wirklich guten Zweck ist.

Also habe ich schon vor langer Zeit gemerkt: Der Millionentausch braucht Aufmerksamkeit. Am besten von der Presse. Am besten von Deutschlands Topmedien (Ihr merkt, hier kommt ihr langsam ins Spiel). Ich habe alle möglichen Zeitungen und Magazine angeschrieben. Auch Spiegel Online. Und “Halleluja” Spiegel Online wollte auch über den Millionentausch berichten. Zuerst.

Aber dann… Dann wurde aus dem “Wir berichten bestimmt darüber” ein “Ja unsere Redakteure sind auch alle gerade ziemlich beschäftigt.” und daraus wurde dann ein “Rufen Sie uns nicht an, wir rufen Sie an.”.

Oh weh.  

Ich habe mir natürlich gründlich Gedanken gemacht: Wie kommt man in die Presse? Ich bin leider relativ talentfrei. Ein Youtube Video mit tanzenden Augenbrauen oder niesenden Pandas war ausgeschlossen. Zwischendurch habe ich auch ernsthaft mit dem Gedanken gespielt den Euro zu retten. Das wäre euch doch sicher einen Artikel wert gewesen. Ich war kurz davor den niedersächsischen Landtag über meinen Dispokredit anzuschwindeln. Aber das war dann gar nicht mehr nötig.

Ende 2011 habt ihr nämlich einen Artikel über Konferenz Kritzeleien veröffentlicht und Spiegel Online Leser aufgefordert ihre eigenen Kritzeleien einzusenden. Das habe ich gemacht. Ich kritzel nämlich wirklich ständig rum und treibe meine Kollegen damit in den Wahnsinn. Allerdings habe ich eine Kritzelei ausgesucht, auf der in großen Lettern das Wort “Millionentausch” prangt. Das habt ihr heute veröffentlicht. So sieht es aus:

Tja. Das nennt man dann wohl eine gelungene Online Guerilla Aktion. Ich freue mich auf jeden Fall darüber. Als Spiegel Leser. Als Kritzelfan. Als latent subversiver Typ. Und als Millionentausch Blogger.

Aber mal ehrlich. Eigentlich war es doch gar nicht so schlimm oder? Vielleicht seid ihr sogar auf den Geschmack gekommen? Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen, wenn ihr noch mal einen richtigen Artikel über den Millionentausch schreibt. Zur Zeit suche ich nämlich jemanden, der einen Gutschein für eine Luxureise nach Ägypten ertauschen will. Wert: 2500Euro. Hat jemand Interesse? Ist vielleicht jetzt jemand in der Spiegel Redaktion urlaubsreif?Dann schreibt an kontakt@millionentausch.de. Es ist für einen wirklich guten Zweck.

PS: Selbstverständlich verdiene ich keinen Cent mit dem Millionentausch. Es handelt sich um eine ehrenamtliche Aktion für die Kinderschutzstiftung Hänsel + Gretel. Alles, was ertauscht wird, kommt der Stiftung zugute.

2. Januar 2012

EIN WEIHNACHTSGESCHENK FÜR HÄNSEL + GRETEL: 5.000 EURO.

In der Firmengruppe, in der ich arbeite gibt es eine Tradition: Zu Weihnachten tut man Gutes. 2010 haben wir einen Tag lang Handwerker gespielt und einen Kindergarten renoviert. 2011 hat sich niemand um uns Hobbyhandwerker gerissen, also haben wir uns etwas anderes ausgedacht: Eine kleine Versteigerung zugunsten der Kinderschutzstiftung Hänsel + Gretel.

Alle meine Kollegen haben Sachen gesucht, die sie gern versteigern wollten. Da kam einiges zusammen. Ein Pferdesattel. Ein Montblanc-Füller. Eine russische Superarmbanduhr. Lauter Sachen. Die wurden dann auf ebay versteigert und -Zack- hatten wir 1.600 Euro zusammen. Eine stolze Summe.

Aber noch nicht stolz genug. Meine Chefs fanden 1.600 Euro klingt so sperrig. 1.600 ist irgendwie keine runde Summe. Also haben sie gesagt: Wir legen noch mal etwas drauf. Schwupps wurden aus 1.600 Euro stolze 5.000 Euro. Und diese 5.000 Euro werden jetzt an Hänsel + Gretel gespendet.

Ich finde das super.

Erstens, weil ich finde, dass Hänsel + Gretel gar nicht genug Geld bekommen kann. Schließlich geht es da ja um das Wohl der Kinder. Zweitens, weil die Aktion so gut zum Millionentausch passt. Sachen, die man abgeben kann werden genutzt, um damit Gutes zu tun.

Also hier kommt noch einmal ein riesengroßes Dankeschön an alle meine Kollegen der Firmen undSchwieger, mindwyse und DilligenZ. Ich finde das war eine großartige Sache zum Jahresausklang. So kann es 2012 gerne weitergehen.

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