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8. März 2011

BILD, TAZ, Wir sind Helden. Lauter Skandale. Und der Millionentausch mittendrin.

Wenn man so eine Sache wie den Millionentausch macht, entwickelt man sich mit der Zeit zu so einer Art Trüffelschwein. Nur, dass ich zum Trüffelschwein für Euros werde. Nicht für Trüffel. Letzte  Woche habe ich dann so eine Art Rieseneurotrüffel gewittert: 10.000 Euro. Die muss die BILD-Zeitung nämlich eigentlich noch an einen guten Zweck spenden. Und der Millionentausch ist ja ein sehr guter Zweck.

Die Geschichte dahinter: Die Werbeagentur Jung von Matt hat die Band Wir sind Helden gefragt, ob sie nicht Werbung für die BILD-Zeitung machen wollen. Wenn die vier Musiker mitmachen würden, würden auch 10.000 Euro an einen guten Zweck gespendet werden.

Die Sängerin von Wir sind Helden, die Judith Holofernes, hat dann in einem offenen Brief erklärt, dass sie auf gar keinen Fall Werbung für die BILD Zeitung machen will. Die Einen fanden den Brief total super. Die Anderen total unverschämt. Und plötzlich hatten alle was zum Streiten.

Die Werbeagentur Jung von Matt hat dann einfach den offenen Brief von Judith Holofernes benutzt um doch eine BILD-Anzeige zu schalten. In der TAZ. Die BILD und die TAZ liefern sich ja seit Jahren immer mal wieder ein paar unterhaltsame kleine Scharmützel. Tja. Und da kam dann der Trüffelschweininstinkt ins Spiel.

Ich habe den TAZ-Genossen Kai Diekmann, seines Zeichens auch Chefredakteur der BILD-Zeitung, gebeten dem Millionentausch die versprochenen 10.000 Euro zu spenden. Hier in den Kommentaren seines TAZ-Artikels nachzulesen. Und wenn sich jetzt viele verwundert fragen: Warum ist der Chefredakteur der BILD-Zeitung eigentlich Genossenschaftsmitglied bei der TAZ? kann ich nur mutmaßen: Vielleicht trennt er ja berufliches und privates?

Eine Antwort von Kai Diekmann habe ich leider noch nicht bekommen. Aber ein paar Tage später habe ich gedacht: Muss er überhaupt antworten? Er hat die 10.000 Euro doch gar nicht versprochen, sondern die  Werbeagentur Jung von Matt. Also habe ich da direkt nachgefragt. Ganz zeitgemäß, natürlich online.

Auf der Website der Agentur kann man entweder mit Lobhudeleien um sich werfen. Oder sich beschweren. So sieht das Ganze aus.

Ich gebe zu, an der Stelle hat mich der Trüffelschweininstinkt ein wenig im Stich gelassen. Was tun? Also habe ich sicherheitshalber beides gemacht. Zuerst habe ich eine total nette Anfrage gestartet. Hier nachzulesen unter dem Motto “10.000 €? Toll, das Ihr so etwas Gutes tut.” Dann die nicht ganz so nette Nachfrage unter dem Motto “Ich glaube es hackt”. Hier nachzulesen.

Und jetzt? Warte ich auf eine Reaktion von der Werbeagentur, die 10.000 Euro versprochen hat. Denn versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen. Also her mit den Reaktionen an kontakt@millionentausch.de

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