Das hier muss ein Phänomen werden, Du Blödmann.
Entschuldigung für die Beleidigung in der Überschrift. Und: Entschuldigung für alles Beleidigende, Schlechte, Pöbelnde und Unfreundliche, das in diesem Text noch folgen wird. Aber ich habe keine andere Wahl und muss das tun. Seit ein paar Monaten versuche ich mit dem Millionentausch Gutes zu tun. Ich will eine Million Euro für die Kinderschutzstiftung Hänsel + Gretel ertauschen. Um das zu schaffen, habe ich einen auf Gute-Laune-Bär der Bloggerszene gemacht. Und was hat’s gebracht? Schlappe 1.000 Euro. Da fehlen noch 999.000 Euro*. Also ziehe ich jetzt, verdammt noch mal, andere Saiten auf.
Warum? Guckt Euch doch mal um Ihr Schlaumeier. Wenn irgendwas im Web Erfolg hat, dann Themen, bei denen es zur Sache geht. In jüngster Zeit wäre da zum Beispiel die Frontfrau von Wir sind Helden, Judith Holofernes. Sie hat zur BILD Zeitung gesagt: Du bist bösartig. Zack war es ein Thema im Netz. CD-Verkäufe, Ticket-Verkäufe, Talkshowauftritte, Erfolg, Erfolg, Erfolg.
Nächstes Beispiel: Rebecca Black. Rebecca Black ist dreizehn, Teenagerin und will unbedingt Sängerin werden. Deswegen hat sie das Lied Friday veröffentlicht, in dem sie sich ihre tiefgründigsten Gedanken von der Seele singt. Textprobe gefällig? “Gestern war Donnerstag, Donnerstag, heute ist Freitag, Freitag…” später gipfelt der Songtext dann in einem “Morgen ist Samstag, Samstag und Sonntag kommt danach.” das wird dann nur noch getoppt von “Vordersitz, Rückbank, ich muss mich entscheiden, wo will ich nur sitzen?”. Hier gibts den Song zum Anhören:
Tja. Dieser geistreiche Text hat eine wahre Hasswelle im Netz ausgelöst und den Song innerhalb kürzester Zeit in die Top 20 der weltweiten Downloadcharts katapultiert. Der Song wurde nicht gekauft, weil ihn irgendwer gut fand. Er wurde gekauft, weil alle ihn hassen.
Was soll man also von diesen zwei ungleichen Beispielen lernen? Na klar: Bepöbel’ die Leute oder gib ihnen einen Grund Dich zu bepöbeln und Du wirst erfolgreich im Netz. Das scheint die Zauberformel zu sein. Und auch wenn ich relativ sicher die Wochentage in der richtige Reihenfolge aufsagen kann, ich sympathisiere eindeutig mit dem Weg von Fräulein Holofernes. Deswegen versuche ich es heute mit Pöbeln, was Du minderbemittelter Vollhorst eigentlich längst wissen solltest, denn das stand auch schon in der Einleitung.
Also, räusper. Die Flachpfeife, die einen nagelneuen Kicker, eine genauso brandneue Wii, jede Menge erst recht neue Wii-Controller und Spiele haben will: Vortreten. Du hast Dich jetzt verdammt noch Mal lange genug versteckt. Selbst wenn Du ein absoluter Nixchecker bist, müsstest Du es mittlerweile verstanden haben. Ich gebe Dir Kicker, Wii usw. und Du gibst mir dafür irgendwas anderes. Irgendwas, das wertvoller als 1.000 Euro ist. Du hast dann einen Kicker, eine Wii und kannst damit machen was Du willst. Und ich bin dafür meinem Ziel ein Stückchen näher gekommen: 1.000.000 Euro für einen guten Zweck.
So Du Pappnase und da bei mir noch keine Email gelandet ist, schätze ich mal Du hast das metaphorische “Vortreten” wörtlich genommen. Nix da. Nimm die Nasenspitze vom Bildschirm, dann Email mit Tauschvorschlag an kontakt@millionentausch.de und schon geht das Ding über die Bühne. Hast Du das endlich verstanden? Oder muss ich irgendeinen Zaubertrick anwenden um diese großen Informationsbrocken in Dein Spatzenhirn zu bringen? Man, Man, Man.
Los jetzt. Und wenn Du nichts zu tauschen hast: Schick wenigstens diesen Link an alle die Du kennst. Los, Zack, Zack, Zack, ich hab nicht den ganzen Tag Zeit. Und wehe Du vergisst allen, die Du kennst, zu sagen sie sollen Fans von der Millionentausch-Facebookgruppe werden. Los jetzt, gefälligst, bitte.






Maori
Vielleicht starte ich einen Millionentauschtausch, um etwas zu ertauschen, was ich gegen Kicker und Wii tauschen kann.
30. März 2011 um 09:05
Roman
Tolle Idee, wenn Du ein paar Tipps brauchst, dann… Obwohl, vielleicht besser nicht. Mach einfach mal. :)
30. März 2011 um 09:08
Maori
Womit fang ich an? Vielleicht mit einer leeren Pfandflasche. Oder einem duplo-Bild von André Schürrle.
30. März 2011 um 12:21
cragg
1 Million minus 1000 Euro sind aber nicht 990.000€ xD
31. März 2011 um 14:09
Roman
Haha. Da hast Du leider Recht. Der Wunsch muss da wohl Vater des Tippfehlers gewesen sein. Ich ändere das schnell im Artikel. Vielen Dank für den Hinweis.
31. März 2011 um 14:13