INTERVIEW MIT MIR SELBST: WIE SIEHT’S EIGENTLICH BEIM MILLIONENTAUSCH AUS?
Mitten in Hamburg, in einem Büro direkt an der Elbe. Hier arbeitet Roman Jonsson, auch bekannt als Mister Millionentausch. Er muss dringend mal wieder einen neuen Artikel veröffentlichen. Deswegen interviewt er sich heute selbst. Er schaut auf die Elbe, beobachtet eine Möwe. Einen Schluck Espresso noch und das Interview beginnt.
Roman: “Wie läuft es beim Millionentausch?”
Roman: “Eigentlich ganz gut.”
Roman: “Eigentlich?”
Roman: “Einerseits gut. Das Tauschprojekt funktioniert im Prinzip. Das Ziel ist ja das Märchen von Hans im Glück wahr zu machen. Nur rückwärts. Angefangen von zwei Kieselsteinen soll so lange getauscht werden, bis eine Million Euro für die Kinderschutzstiftung Hänsel + Gretel dabei herauskommen. Mittlerweile habe ich eine Luxusreise nach Ägypten. Das ist doch schon mal was!”
Roman: “Und andererseits?”
Roman: “Andererseits brauche ich dringend jemand, der diese Reise haben will und mir im Tausch etwas Wertvolleres dafür gibt. Und das geht.. sagen wir mal… öhh.. naja, es könnte schneller gehen.”
Roman: “Frustriert?”
Roman: “Manchmal!”
Roman: “Gibst Du jetzt auf?”
Roman: “Nö, wieso?”
Roman: “Wegen der Frustration.”
Roman: “Die gehört doch dazu. Es war von Anfang klar, dass der Millionentausch eine schwierige Aufgabe wird.”
Roman: “Vielleicht zu schwierig?”
Roman: “Auf jeden Fall nicht unmöglich! Ich bin mir sicher: Da draußen gibt es jemanden, der die Reise haben will. Das Problem ist nur, ihn auch zu finden.”
Roman: “Wie gehst Du die Sache an?”
Roman: “Bei der Ägyptenreise habe ich versucht ein Reisebüro als Partner zu finden. Die Idee war, dass ein Reisebüro die Ägyptenreise seinen Kunden anbietet. Auf die Art könnte man mir sehr helfen der Million ein Stückchen näher zu kommen.”
Roman: “Und? Was ist dabei herausgekommen?”
Roman: “Ich habe unendlich viele Emails geschrieben und mir die Ohren wund telefoniert. Das hat viel Zeit gekostet. Ich habe jede Menge Reisebüros kennengelernt. Aber die Idee eine Reise anzubieten und damit keinen Gewinn zu machen – tja – die kam bei den Reisebüros nicht so gut an.”
Roman: “Also ein Schuss in den Ofen?”
Roman: “Ja. Aber probieren geht nun mal über studieren.”
Roman: “Und was nun?”
Roman: “Ich glaube das mit den Reisebüros bringt nicht so viel. Ich werde wohl mal die Millionentausch-Fans fragen, was sie meinen. Bestimmt hat einer von ihnen die zündende Idee. Das hat in der Vergangenheit auch schon gut funktioniert.”
Roman: “Also müssen die Fans jetzt schaffen, was Du nicht schaffst?”
Roman: “Ist die Frage nicht ein bisschen frech?”
Roman: “Das ist kritischer Journalismus.”
Roman: “Soso. Aber im Prinzip stimmt das ja. Wenn das klappt mit dem Millionentausch, dann weil die Fans es wollen. Mit Ihrer Hilfe kann das Unmögliche möglich werden. Alleine hätte ich es ja bis hierhin auch nicht geschafft.
Roman: “Vielen Dank für das Interview.”
Roman: “Bitte.”





