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29. September 2011

BIETE EINE ÄGYPTENREISE. PLUS ZWEI EURO TASCHENGELD.

Heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit habe ich zwei Euro gefunden. Zuerst habe ich mich gefreut. “So: Juhu, zwei Euro.” Dann habe ich mich geärgert. So: “Och, Menno. ich wollte lieber ein Auto.” Ich habe nämlich gerade alle Automarken gefragt, ob Sie den über 2.500 Euro teuren Ägyptenreisegutschein gegen ein Auto tauschen wollen. Mal sehen, ob eine Automarke so großzügig sein wird.

Aber zurück zu den zwei Euro. So einsam und verlassen lagen sie da. Auf einer Straße in Hamburg Altona.

Auf der Facebook-Fanseite des Millionentauschs hat dann TiSu aus Dingeskirchen (Ob das ein Klarname ist? Ich habe da klitzekleine Zweifel!) die Idee die zwei Euro als Taschengeld auf die Reise draufzulegen. Gesagt, getan. Schließlich funktioniert der Millionentausch nur mit Fans, die sich einbringen. Also behalte ich das Geld nicht selbst, sondern biete es mit zum Tausch an.

Vielleicht tauscht ja jetzt einer? Gegen irgendetwas anderes Tolles. Für einen guten Zweck? Es muss ja nicht unbedingt ein Auto sein. Etwas weniger Wertvolles tut es sicher auch.

28. September 2011

O-TÖNE VON AUTOMARKEN. TAUSCHEN ODER NICHT, DAS IST HIER DIE FRAGE.

Heute Mittag bin ich aus dem Büro gestolpert und habe gedacht: Oh, ein Bild mit Symbolwirkung. Als ich an der Tiefgarage vorbei geschlendert bin, habe ich nämlich gerade daran gedacht, was mir einige Autohersteller gerade so geschrieben haben. Und genau in dem Moment sprang die Tiefgaragenampel auf Rot. Tja, ein Bild mit Symbolwirkung.

Das heißt im Klartext: Auf meine Frage, ob ein Autohersteller meine Ägyptenreise gegen ein Auto tauscht, habe ich jetzt relativ häufig die Antwort “Nein” gehört. Renault hatte schon abgesagt. Mini, Peugeot, Suzuki, Smart, Toyota, Honda, Dacia und Jaguar wollen auch nicht für einen gute Zweck tauschen. Schade.

Die Gründe sind unterschiedlich.

Mini kann “aufgrund vielfältiger Aktivitäten nur in Fällen tätig werden, die direkt mit unserem Unternehmen in Verbindung stehen.”* Tue ich als natural born Saupreuße natürlich nicht.

Peugeot “erhält sehr viele Anfragen”* und bittet “um Verständnis, dass es nicht allen Anfragen nachkommen”* kann. Klar verstehe ich. Peugeot erhält viele Anfragen, ich dafür viele Absagen. So läuft das nun mal.

Suzuki erhält viele “Kooperationsvorschläge”* und kann “leider nicht alle interessanten Projekte umsetzen”*. Immerhin finden sie den Millionentausch interessant, das ist doch schon mal eine gute Nachricht.

Smart sagt “Ihr Vertrauen ehrt uns.”* Aber “Unsere Sponsoringaktivitäten konzentrieren sich ausschließlich auf Laufsport und Beachvolleyball. Da wir uns gegen ein Social-Sponsoring entschieden haben, ist eine Unterstützung Ihres Projektes ausgeschlossen.”* Das heißt aber im Umkehrschluss, dass ich eventuell eine Beachvolleyballmannschaft gründe und dann noch einmal frage.

Toyota steht ja eigentlich für “Nichts ist unmöglich”. Das hat Millionentausch-Fan Christian auf Facebook völlig richtig festgestellt. Aber der Slogan ist seit heute endgültig Geschichte. Denn es gibt da durchaus etwas Unmögliches. Toyota hat nämlich geschrieben: “Nach entsprechender Prüfung müssen wir leider mitteilen, dass Ihr Angebot nicht dem Konzept unserer Aktivitäten entspricht.”* Schade. Aber singen die Affen in der Toyota-Werbung in Zukunft dann etwa ein unmelodiöses “Fast nichts ist unmöglich?”

Honda. Der größte Motorenhersteller der Welt. Die stehen für “Power of Dreams”. Aber leider nicht für den Millionentausch. Da hat es sich gerade leider ausgeträumt, denn “Unsere Aktivitäten im Bereich Sponsoring sind bereits verplant.”* Nach dieser Mail hatte ich einen mulmigen Wunsch nach Harakiri.

Jaguar. Da hat meine Kollegin Tina gleich gesagt: “Die fragst Du?” Ich so: “Klar, wieso nicht?” Sie so: “Die machen doch nie mit!” Ich so: “Wenn sie cool sind, machen sie wohl mit.” Jaguar hat von diesem Gespräch natürlich nichts mitbekommen. Trotzdem haben sie sich auf die Seite von Tina geschlagen und geschrieben: “Wir unterstützen regelmäßig Projekte und sehen deswegen von einem Engagement bei Ihnen ab.”* Da war ich natürlich ein bisschen beleidigt. Vor allem, weil Tina Recht hatte und ich nicht.

Dacia. Ja Dacia wirbt ja gerade mit dem Slogan “Das Statussymbol für alle, die kein Statussymbol brauchen.” Passt doch wie die Faust aufs Auge, habe ich gedacht. Ich brauche keine Statussymbole. Aber die Kinderschutzstiftung Hänsel + Gretel. Immerhin ist das ja für einen guten Zweck gedacht. Aber auch hier war die Antwort eindeutig: “Momentan sehen wir keine Möglichkeit Sie zu unterstützen.”*

So. Nach all den Absagen bin ich erst einmal ein bisschen deprimiert. Natürlich hoffe ich, dass eine Automarke doch noch zusagt. Fairerweise habe ich sie ja alle gefragt. Jeder soll eine Chance im Rennen um den Titel “Coolste Automarke ever” bekommen. Es ist ja schließlich so, dass alle Marken Millionen ausgeben, um uns zu beweisen wie cool sie sind. Hier haben sie endlich mal die Möglichkeit das günstiger und glaubwürdiger als je zuvor zu machen.

Ich bleibe also gespannt.

Und während mein Blick über die Mails mit Absagen streift, kommt mir unweigerlich das hier in den Sinn:


YouTube Direkt

 

*Ja, das sind wirklich Originalantworten von Automarken auf meine Frage, ob sie für den Ägypten-Reisegutschein ein Auto eintauschen würden.

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