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Artikel-Schlagworte: „Wir sind Helden“

11. März 2011

Gemotzt, gemeckert, geholfen.

Nach dem öffentlichen Scharmützel zwischen Judith Holofernes und der BILD-Zeitung gibt es jetzt ein kleines Happy End. Denn die BILD will jetzt 10.000 Euro an Viva con aqua (Wasserversorgung für die dritte Welt: Zugang zu sauberem Trinkwasser) spenden. Gut so! Denn die BILD hatte versprochen 10.000 Euro zu spenden, wenn die Band “Wir sind Helden” für sie werben würden. Nachdem der offene Brief der Helden-Frontfrau dann in einer BILD-Anzeige aufgetaucht ist, will die BILD jetzt Wort halten und das Geld spenden. Tja. Da soll noch mal einer sagen streiten lohnt sich nicht.

Der Millionentausch hätte sich ja auch über das Geld gefreut. Sozusagen als lachender Dritter. Hier ist die ganze Geschichte noch einmal nachzulesen. Aber eine Aktion wie Viva con aqua ist mindestens genauso unterstützenswert. Toll.

Woher ich das alles weiß? In der Werbeagentur Jung von Matt wurde das zum Chefthema. Jung von Matt ist die Werbeagentur, die für die BILD-Werbung verantwortlich ist, ich habe einem der Chefs einfach mal geschrieben und ihn gefragt was mit dem versprochenen Geld ist. Er hat das mit der BILD besprochen und die haben dann geantwortet, was schon oben steht. Natürlich wird gespendet. An Viva con aqua.

Tja, wer hätte das gedacht? Da setzt sich Judith Holofernes hin, schreibt einen Brief in dem sie motzt und meckert und schon hat sie etwas wirklich Gutes damit bewirkt. Deswegen liebe Judith Holofernes: kannst Du vielleicht noch einen Brief schreiben, diesmal für den Millionentausch?

Ich suche nämlich dringend jemanden, der einen Tischkicker und eine Wii gegen irgendetwas Wertvolleres eintauschen will. Damit ich mich weiter hochtauschen kann und irgendwann mal eine Million Euro für die Kinderschutzstiftung Hänsel + Gretel zusammen bekomme. Oder vielleicht wollt ihr von Wir sind Helden ja Euer Schlagzeug eintauschen, oder so? Diesen und jeden anderen Tauschvorschlag nehme ich gern entgegen unter: kontakt@millionentausch.de

8. März 2011

BILD, TAZ, Wir sind Helden. Lauter Skandale. Und der Millionentausch mittendrin.

Wenn man so eine Sache wie den Millionentausch macht, entwickelt man sich mit der Zeit zu so einer Art Trüffelschwein. Nur, dass ich zum Trüffelschwein für Euros werde. Nicht für Trüffel. Letzte  Woche habe ich dann so eine Art Rieseneurotrüffel gewittert: 10.000 Euro. Die muss die BILD-Zeitung nämlich eigentlich noch an einen guten Zweck spenden. Und der Millionentausch ist ja ein sehr guter Zweck.

Die Geschichte dahinter: Die Werbeagentur Jung von Matt hat die Band Wir sind Helden gefragt, ob sie nicht Werbung für die BILD-Zeitung machen wollen. Wenn die vier Musiker mitmachen würden, würden auch 10.000 Euro an einen guten Zweck gespendet werden.

Die Sängerin von Wir sind Helden, die Judith Holofernes, hat dann in einem offenen Brief erklärt, dass sie auf gar keinen Fall Werbung für die BILD Zeitung machen will. Die Einen fanden den Brief total super. Die Anderen total unverschämt. Und plötzlich hatten alle was zum Streiten.

Die Werbeagentur Jung von Matt hat dann einfach den offenen Brief von Judith Holofernes benutzt um doch eine BILD-Anzeige zu schalten. In der TAZ. Die BILD und die TAZ liefern sich ja seit Jahren immer mal wieder ein paar unterhaltsame kleine Scharmützel. Tja. Und da kam dann der Trüffelschweininstinkt ins Spiel.

Ich habe den TAZ-Genossen Kai Diekmann, seines Zeichens auch Chefredakteur der BILD-Zeitung, gebeten dem Millionentausch die versprochenen 10.000 Euro zu spenden. Hier in den Kommentaren seines TAZ-Artikels nachzulesen. Und wenn sich jetzt viele verwundert fragen: Warum ist der Chefredakteur der BILD-Zeitung eigentlich Genossenschaftsmitglied bei der TAZ? kann ich nur mutmaßen: Vielleicht trennt er ja berufliches und privates?

Eine Antwort von Kai Diekmann habe ich leider noch nicht bekommen. Aber ein paar Tage später habe ich gedacht: Muss er überhaupt antworten? Er hat die 10.000 Euro doch gar nicht versprochen, sondern die  Werbeagentur Jung von Matt. Also habe ich da direkt nachgefragt. Ganz zeitgemäß, natürlich online.

Auf der Website der Agentur kann man entweder mit Lobhudeleien um sich werfen. Oder sich beschweren. So sieht das Ganze aus.

Ich gebe zu, an der Stelle hat mich der Trüffelschweininstinkt ein wenig im Stich gelassen. Was tun? Also habe ich sicherheitshalber beides gemacht. Zuerst habe ich eine total nette Anfrage gestartet. Hier nachzulesen unter dem Motto “10.000 €? Toll, das Ihr so etwas Gutes tut.” Dann die nicht ganz so nette Nachfrage unter dem Motto “Ich glaube es hackt”. Hier nachzulesen.

Und jetzt? Warte ich auf eine Reaktion von der Werbeagentur, die 10.000 Euro versprochen hat. Denn versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen. Also her mit den Reaktionen an kontakt@millionentausch.de

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