Warum? Darum!
Am Wochenende waren wir auf einem kleinen Gartenfest. Wie immer haben wir jede Gelegenheit genutzt, den Millionentausch noch bekannter zu machen. Ein bisschen Smalltalk hier, ein bisschen Aufklärungsarbeit da. Die Reaktionen ähneln sich eigentlich immer. 95% finden die Aktion toll. 4% gucken verständnislos und meinen, dass sie sich im Internet jetzt nicht soooo gut auskennen. Ab und zu fragen Vertreter der 4%-Fraktion auch noch schüchtern nach: Was genau ist eigentlich ein Facebook? Und dann gibt es noch das hartnäckige eine Prozent.
Das Prozent sagt immer: Eine Million, ja? Mh. Eine Million… Mann, Mann. Eine Million. Warum behaltet ihr das Geld denn nicht einfach selbst? Ihr könntet Porsche fahren, nonstop Kaviar essen oder den Job hinschmeißen. Danke. Da hält sich unser Interesse in Grenzen. Porsches sind schöne Autos, verbrauchen aber echt zu viel Benzin, Kaviar hat keiner von uns je gemocht und wir arbeiten auch ganz gern. Und außerdem wollen wir das Geld ja für Hänsel + Gretel ertauschen. Wir glauben an ihre Arbeit und dafür braucht die Stiftung nun einmal Geld und Öffentlichkeit.
Die Gefahr bei solchen Gesprächen ist natürlich, dass man schnell als Moralapostel abgestempelt wird. Aber! Man braucht doch nur die Zeitung aufzuschlagen. In den letzten Wochen hat es viele traurige Nachrichten zum Thema Kindesmissbrauch gegeben. Aus katholischen, wie evangelischen Einrichtungen sind Fälle bekannt geworden. An der Odenwaldschule gehörte offenbar jahrzehntelang Missbrauch zur Tagesordnung. In einem Feriencamp auf Ameland wurden Kinder und Jugendliche Opfer sexueller Gewalt. Die Täter waren Jugendliche, auch das ist leider keine Seltenheit.
Die traurige Wahrheit ist aber: diese Fälle sind nur die Spitze des Eisbergs. Gewalt an Kindern findet statt. Täglich. In allen Gesellschaftsschichten. Dagegen muss man etwas unternehmen. Die Stiftung Hänsel + Gretel tut das seit Jahren. Wir wollen dabei mithelfen. Und es macht uns stolz, dass ihr alle, unsere Blogleser, Facebook-Fans und Twitterfollower uns dabei helft. Mit euch zusammen können wir zeigen, dass man auch auf ungewöhnliche Weise helfen kann. Durch einen Klick am Computer, durchs Tauschen, durch gute Tipps und Ratschläge für unser Projekt, mit einer Flasche Champagner oder einer Flipcam. So einfach kann es sein etwas Großes zu bewirken.
Und ganz ehrlich: Wer will schon Porsche fahren, Kaviar essen oder seinen Job hinschmeißen, wenn er stattdessen mit Geld etwas wirklich Gutes anfangen kann? Wir jedenfalls nicht. Darum machen wir das! Und darum fahren wir auch noch in dieser Woche zu Christoph Metzelder und tauschen die Flipcam gegen etwas anderes Tolles.





