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Kicker, Wii und mehr

1. März 2011

Her mit der Werbekohle von “Wir sind Helden”.

Zur Zeit schuldet die Bild Zeitung irgendeiner gemeinnützigen Organisation 10.000 Euro. Diese 10.000 Euro will ich jetzt für den Millionentausch haben. Das wäre nur gerecht. Aber der Reihe nach.

Ende letzter Woche haben sich Judith Holofernes, die Sängerin von Wir sind Helden mit der BILD-Zeitung gezankt. Öffentlich. Die Medien haben das Thema aufgegriffen, Twitteraner haben sich die Finger wundgetippt, schwupps hatten alle was zu reden.

Das Drama hat mit der Werbeagentur Jung von Matt angefangen. Dort arbeiten lauter junge dynamische Werber und die haben die Judith Holofernes gefragt, ob sie Werbung für die BILD machen will. Dafür würden sie auch 10.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation spenden. Hier nachzulesen. Die Judith Holofernes fand das die Idee aber gar nicht gut und hat in einem offenen Brief erklärt, dass sie auf gar keinen Fall Werbung für die BILD machen will. So weit, so gut.

Aaaaaaber! Dann hat die BILD heimlich doch Werbung mit der Judith Holofernes gemacht. In der TAZ erschien nämlich ein paar Tage später der Brief von Judith Holofernes, ergänzt um die Zusätze “Danke für Ihre ungeschönte und unentgeltliche Meinung, Frau Holofernes” und “BILD Dir Deine Meinung”. So sah die Anzeige aus.

Tja. Und was ist jetzt mit den versprochenen 10.000 Euro? Da hat sich offensichtlich noch niemand Gedanken drüber gemacht. Außer ich. Deswegen sage ich: Ich will die 10.000 Euro für den Millionentausch. Denn der Millionentausch dient ja einem wirklich guten Zweck. Durch Tauschen soll eine Million Euro für die Kinderschutzstiftung Hänsel + Gretel zusammen kommen. Hier wird die Aktion auch noch mal erklärt. Zur Zeit habe ich einen Kicker, eine Wii und Wii-Zubehör zum Tausch anzubieten. Aber die 10.000 Euro würde ich auf jeden Fall auch mitnehmen.

Also liebe BILD. Wenn ich sage, her mit der Werbekohle von “Wir sind Helden”, bitte gib mir nur ein Wort: Ja.
25. Februar 2011

Vom Tausch, vom Schmerz, von der Freude.

Juhu! Markus Mayr ist heute Gastblogger der Woche beim Millionentausch. Wer schon mal beruflich mit ihm zu tun hatte, weiß ganz genau: Markus Mayr, das ist doch der LUdSaFG. Wer damit nichts anfangen kann, dem sei gesagt: Markus Mayr ist Leiter Unternehmenskommunikation der Scholz & Friends Group. Und nebenbei schreibt dieser digitale Tausandsassa hier auf seinem Blog und zwitschert hier bei Twitter allerlei Liebeserklärungen an das korrelative Leben. Hier ist sein Gastbeitrag:


Verflixte Panini-Bilder! Mit euch hat es angefangen. Paul Breitner, ja, an den erinnere ich mich noch. Oder an Karl Allgöwer. Oder die Förster-Brüder. Oder an… Komisch, dass man manchmal Spieler aus der Bundesliga-Saison 1982/83 noch glasklar vor Augen hat, diesen komischen Stürmer aus der aktuellen Mannschaft vom FC Nürnberg jedoch… wie hieß der noch gleich?

Bilder aus Panini-Alben haben sich bei vielen in die Netzhaut gebrannt. Das lag unter anderem daran, dass man sie nicht nur einmal, sondern gleich vier oder fünf mal im “Stapel” hatte. Jaja, der gute alte Stapel. Bilder fein sortiert, Gummiband drum und ab in die Schule.

Mein erstes Tauscherlebnis – zumindest das erste, an das ich mich wirklich erinnern kann – fand auch ebenda statt, auf dem Schulhof. Stolz zeigte man dort, was man hatte. “Nr. 34” “Hab ich schon” “Nr. 63” “Ne, den noch nicht. Was willst du dafür haben?” Gab es eigentlich noch andere Pausen-Themen damals? Oder haben wir uns wirklich nur darüber unterhalten, wer die gesamte Mannschaft des FC Bayern (Magirus-Deutz-Trikot, man beachte) vollständig hatte. Von den Wappen der eigenen Mannschaft ganz zu schweigen. Wobei Bundesliga ja noch Kinderkrams war. Alle zwei Jahre sollte das Mega-Fieber ausbrechen, wenn wieder einmal ein internationales Turnier stattfand. Ebbe im Taschengeld-Beutel. Wenn die Oma nicht gewesen wäre…

Und auch heute noch verfolgt einen das Sammel-Fieber. Was macht man schließlich mit Bildern, die man im Panini-Album schon hat und nicht weggetauscht bekommt, weil jeder andere sie auch schon hat? Man klebt sie an seine Kinderzimmer-Möbel. Bis jetzt gibt es im Haus meiner Mutter Schränke und Truhen, die Hanuta- und Duplo-behangen sind (Wenn auch nicht mehr von mir). Ablösen übrigens bei Strafe verboten…

Tauschen liegt uns im Blut. Wir trennen uns – wenn auch manchmal schweren Herzens – regelmäßig von Dingen, die uns lieb und teuer sind. Dafür wünschen wir uns im Gegenzug jedoch etwas, das uns noch mehr – oder neue – Freude schenkt. Geld spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Schließlich steckt in Geld keine Erinnerung, keine Liebe und kein Schmerz des Loslassens.

Und darum ist der Millionentausch etwas Besonderes. Denn er bereitet doch viel größere Freude, da man weiß, dass man mit seinem persönlichen Tausch etwas Gutes getan hat.

Deshalb kann ich nur jeden auffordern: Tauscht! Macht mit beim Millionentausch! Und fühlt euch ein wenig wie damals, auf dem Schulhof. Nur besser…

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und Kicker, Wii & Wii-Zubehör gegen etwas anderes Tolles tauschen will, muss nur kurz eine Email schreiben: kontakt@millionentausch.de

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